„Wauuuhhuuu, da muss ich unbedingt was dazu sagen. Hätte nicht gedacht, dass Kamelreiten so anstrengend ist. Vor allem, wenn man den Job bekommt, Kängurus, Wildpferde und wilde Kamele in die Flucht zu bellen. Aber mal ehrlich gejault: Hätten mir Herr- und Frauchen am Anfang erzählt, dass sie mich nicht an den leckeren, in der Sonne gereiften Rinder- und Kamelkadavern naschen ließen, wäre ich wahrscheinlich nicht mitgegangen. Aber wer hätte dann auf die beiden aufgepasst? Wer hätte sie vor den wilden Kamelbullen und den giftigen Schlangen geschützt? Wer hätte meine Tanja vor dem grausamen Verdurstungstod gerettet und Denis den Weg gewiesen?
Ohne falsche Bescheidenheit: Es war eine heldenhafte Tat, dabei gewesen zu sein. Und wenn ich mir es genau überlege, war es gar nicht so schlecht, als Chef der Karawane auf meinem Freund Hardie zu reiten und alles von oben beobachten zu können. Als Scout und großer Kamelreiter war ich ganz gewiss das wichtigste Mitglied. Ich schätze mal: Ohne mich hätten Denis und Tanja diese Expedition wohl kaum heil überstanden.“
Leider nehmen mich Tanja und Denis auf ihrer TRANS-OST-EXPEDITION nicht mehr mit. Sie meinen, ich würde diesen Trip wegen der streunende Hunde, vor allem aber wegen der grässlichen und gefährlichen Autos nicht überleben. Na, die haben eine Ahnung! Ich kann auf meine alten Tage noch jedes Auto in die Flucht schlagen, das wäre doch gelacht! Allerdings habe ich Zuhause einen viel riskanteren und höchst wichtigen Job. Ich bin jetzt nämlich der Leibwächter von Brigitte und Carsten, den Eltern von Denis und bewache während der Reisezeit meiner Menschen unser Zuhause.