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Auf mongolische Art getötet

Mongolei/Bilgee Camp — 23.08.2011

Schon früh schüttet es wie aus Eimern. Ich verziehe mich in die kleine Jurte um zu schreiben. Bilgee kommt morgens mit der Ziege. Heute ist anscheinend der bessere Tag für den Ziegenkauf. Als es zu regnen aufhört trete ich aus der Jurte und komme gerade dazu wie Bilgee die Ziege auf den Rücken legt, um sie nach mongolischer Art zu töten. Als das geschärfte Messer ins Brustbein eindringt reißt die Ziege die Augen auf. Der kleine Orgio hält das Maul der Ziege zu und lacht. Nun dringt Bilgees Hand in den etwa zehn Zentimeter langen Schnitt in das Innere der Ziege. Durch das von Orgios geschlossen gehaltene Maul schnauft die Ziege laut auf. Bilgees Finger gleiten am Herz der Ziege vorbei und reißen ihr den Hauptnerv des Rückrades heraus. Zumindest habe ich das durch Ulziis Übersetzung so verstanden. Die Ziege macht noch ein paar ächzende Schnaufer bis ihre Augen glasig und leblos werden. Dann ist sie tot. Das Ganze geht relativ schnell und soll laut Aussage der Mongolen ein sehr schneller Tod sein. Nachdem das Tier sein Leben ausgehaucht hat schleift es Bilgee in die beheizte Jurte, um sie dort zu zerlegen. Tanja kocht nur einen halben Meter daneben Haferflocken für unser Frühstück als Bilgee der Ziege die Därme herausdrückt. Ein säuerlicher Geruch erfüllt die Luft und vermischt sich mit den Dämpfen der Haferflocken. Selten in unseren Leben haben wir solch eine skurrile Situation erlebt während das Geschehen für die Anwesenden das Normalste der Welt bedeutet.

Gegen Mittag hat Bilgee die Ziege total zerlegt und das Fleisch in Streifen geschnitten. Sofort werden die Fleischstreifen an einer Schnur ins Jurtendach gehängt. Dort können sie in der warmen Luft des Ofens trocknen und werden so haltbar gemacht. Aus den Innereien bereitet Baatar eine grauslich anzusehende Suppe die für die Anwesenden eine wahre Delikatesse bedeutet. Morgen wird es dann Ziegenkopf geben der ebenfalls, so berichtet Mann uns, etwas Besonders ist.

Die Live-Berichterstattung wird unterstützt durch die Firmen:
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Gesat GmbH

Satellitentelefon Explorer 300 und das Durabook der Fa. Gesat sind die Stützsäulen der Übertragung aus der Steppe.